Kinderfreundliche Kommune
Gechingen

Rückblick auf das Jahr 2019

  • Allgemeines Wohngebiet Furt
    Nach dem offiziellen Spatenstich im September 2018 ist die Baustelle gut vorangekommen. Die Firma Morof hat gut gearbeitet. In der ersten Dezemberwoche konnte der Feinbelag auf die Straße aufgebracht werden. Die ersten Kaufverträge wurden notariell beurkundet. Eine vollständige Fertigstellung ist im Jahr 2019 nicht mehr möglich gewesen, da für die landschaftspflegerischen Arbeiten (u.a. Bepflanzung und eine Mauer im Süden des Baugebiets) vom Erschließungsträger kein Auftragnehmer gefunden werden konnte. In der Woche vor Weihnachten steht eine Teilabnahme und Teilübergabe an die Gemeinde im Kalender.

  • Konzept Kindertagesbetreuung - Neubau von Kindergärten
    Im 1. Quartal wurde das Konzept zum Ausbau der Kinderbetreuung in Gechingen (Bedarfsplanung) und nachfolgend die Raumplanung im Gemeinderat vorgestellt. Derzeit läuft ein nicht offener Planungswettbewerb für den Neubau Kindertageseinrichtung Wolfswiesen. Das Preisgericht beurteilte die Wettbewerbsarbeiten am 12. Dezember 2019.

  • Verschiedene lokale Hochwasserschutzmaßnahmen und Hochwasser-Rückhaltebecken im Althengstetter Tal
    Schwerpunkt in 2019 war die Erarbeitung der Entwurfsplanung beim Ingenieurbüro. Die planerische Ausarbeitung bezog sich auf die lokalen Maßnahmen, das Hochwasser-Rückhaltebecken und den in diesem Zusammenhang vom Landratsamt geforderten Regenwasserkanal. Bezüglich dieses Kanals wurden im Oktober Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern geführt. Im November wurde der Gemeindeverwaltung die Entwurfsplanung für die lokalen Maßnahmen und ein Grunderwerbsplan übergeben. Die Entwurfsplanung insgesamt ist noch nicht vollständig. Die Ausarbeitung bzgl. Naturschutz, Eingriffs-Ausgleichsbilanz, Ausgleichsmaßnahmen liegt noch nicht vor. Ende November wurde der neue Gemeinderat in einer Klausurtagung auf den aktuellen Stand bzgl. Hochwasserschutzmaßnahmen gebracht.

  • Altortentwicklung
    Von vier privaten Grundstückseigentümern hat die Gemeinde bereits 2018 Grundstücke im Bereich Brunnenstraße erworben. Ein Teil der Fläche dient den Hochwasserschutz-maßnahmen, der andere Teil steht für eine neue bauliche Entwicklung zur Verfügung. Allerdings ist diese stark abhängig von der Durchführung der Hochwasserschutzmaß-nahmen.

  •  Flächennutzungsplan
    Der Gemeinderat hat sich im ersten Schritt nicht öffentlich mit der Alternativenprüfung räumlicher Entwicklungsoptionen in der Gemeinde Gechingen beschäftigt. Dies kann als Vorbereitung für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans betrachtet werden.

  • Geplantes Gewerbegebiet Streitberg
    Die Fläche, die laut Flächennutzungsplan gewerblich genutzt werden könnte, lässt sich nicht wirtschaftlich erschließen. Es ist zu prüfen, ob das Gebiet vergrößert werden kann. Dazu müsste der Flächennutzungsplan fortgeschrieben und das Landschaftsschutzgebiet geändert werden.

  • Pumpwerk Brühl, Elektro-/Mess- und Regeltechnik/ hydraulische Ausrüstung
    Die Verwaltung hat die Planung des Ingenieurbüros begleitet, in der Gemeinderatssitzung vom 10.12.2019 stand die Vergabe auf der Tagesordnung.

  • Erddeponie-Erweiterung
    Die relativ große Erddeponie-Erweiterung wurde baulich abgeschlossen. Damit kann auch in den nächsten Jahren von privaten und kommunalen Baustellen der Erdaushub ordnungsgemäß entsorgt werden. Der Gemeinderat beschäftigte sich auch mit der Organisation der Erdanlieferung und mit einem evtl. Stromanschluss.

  • Projekt Bereich Gartenstraße/Calwer Straße u.a.
    Von außen betrachtet ist die Maßnahme abgeschlossen. Allerdings ist dies für die Verwaltung noch nicht der Fall.

  • Eigenwasserversorgung
    Der Gemeinderat hat Ingenieurleistungen für ein Strukturgutachten Wasserversorgung beauftragt. Dabei geht es u.a. auch um eine evtl. Enthärtungsanlage oder einen teilweisen Fremdwasseranschluss.

  • Flüchtlinge
    Jede Gemeinde muss im Wege der Anschlussunterbringung Flüchtlinge unterbringen. Festgelegt wurde dafür das Gebäude Calwer Straße 31.

  • Breitbanderschließung (schnelles Internet)
    Ein Markterkundungsverfahren wurde mit externer Unterstützung durchgeführt. Die Teilnahme an der zweiten Generalunternehmer-Ausschreibung im Landkreis Calw war auf der Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung am 10.12.2019. Auch die Gemeinde Gechingen beteiligt sich. Voraussetzung dafür war eine Strukturplanung. Bei der Ausschreibung geht es vor allem um das Gewerbegebiet und die Weiterführung ab Dürr Optronic Richtung Ortsmitte. Das Thema Breitbanderschließung hat natürlich auch Relevanz beim Baugebiet Furt.

  • Bebauungsplanverfahren 1. Änderung Bebauungsplan Furt
    Das Verfahren wurde im Herbst begonnen.

  • Ausbau der Kreisstraße K 4300 Gechingen - Sieben Tannen
    Auftraggeber und Bauherr ist der Landkreis Calw. Die Firma Morof kommt gut voran.

  • Jahresbau
    Im Rahmen des bewährten Jahresbaus wurden 2019 ca. 310.000 Euro für das Beseitigen von Wasserrohrbrüchen, Kanalunterhaltungen und Straßenunterhaltungsmaßnahmen ausgegeben.

  • Interkommunales Gewerbegebiet Lindenrain, Gemarkung Stammheim
    Gemeinsam mit Bad Teinach-Zavelstein beteiligt sich die Gemeinde Gechingen an dem Interkommunalen Gewerbegebiet. Die Erschließung wird planerisch und durch Beseitigen der Wurzelstöcke vorbereitet.

  • Offene Jugendarbeit
    Die Gemeinde kooperiert nach wie vor gut mit dem Kreisjugendring. Allerdings ist die Teilnehmerzahl sehr stark rückläufig. Aufgrund des aktuell wohl nicht mehr vorhandenen Bedarfs wird der Jugendtreff im Alten Rathaus zum Jahresende geschlossen. Bei veränderter Situation und neuem Bedarf ist die Gemeinde und der Kreisjugendring gerne bereit das Thema wieder anzugehen.

  • Friedhof
    Der Beauftragte Unternehmer hat zugesagt, dass die zusätzliche Urnenwand noch 2019 aufgebaut wird.

  • Zum 22. Mal wurden erfolgreiche Sportler, Musiker u.a. geehrt
    Bezogen auf das Jahr 2018 konnten im April insgesamt 47 Persönlichkeiten eingeladen werden. Auch dieses Jahr ergab sich eine bunte Mischung verschiedener Disziplinen, die sich wie folgt zusammensetzte: 8 Musiker, 1 Kart-Slalomfahrer, 1 Ski-Rennläuferin, 1 Profi-Triathleten, 10 Faustballer und 17 Sportschützen. Zum 5. Mal konnten besonders verdiente, ehrenamtlich tätige, insgesamt 9 Personen, geehrt werden.

  • Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019
    Alle 8 Gemeinderäte, die sich wieder für dieses verantwortungsvolle Amt zur Verfügung gestellt haben, wurden wiedergewählt. 6 Gemeinderäte stellten sich nicht mehr zur Wahl. Durch die 6 neu gewählten Gemeinderäte sank der Altersdurchschnitt deutlich.

  • Finanzsituation

    Nach vielen vielen Jahren musste die Gemeinde einen Kassenkredit aufnehmen. Dies war erforderlich, da durch das Baugebiet Furt hohe Ausgaben entstanden sind.

    Die Kommunen in Baden-Württemberg sind verpflichtet, spätestens zum 01.01.2020 das neue kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) einzuführen. Damit wird die bisherige kameralistische Buchführung durch die kommunale Dopik abgelöst. Deshalb wurde der Haushalt nicht wie bisher üblich im November im Verwaltungsausschuss vorberaten mit anschließender Einbringung in öffentlicher Sitzung im Dezember und Verabschiedung im Januar. Die Vorberatung erfolgt für 2020 erst im März.



Ausblick auf das Jahr 2020

  • Allgemeines Wohngebiet Furt
    Die Erschließung wird komplett fertiggestellt (u.a. Mauer im Süden des Baugebiets und Bepflanzung). Weitere Kaufverträge können im Januar beurkundet werden. Die privaten Bauherren können nach Durchführung des baurechtlichen Verfahrens mit dem Bau beginnen. Zwischen Erschließungsträger KBB und der Gemeinde müssen die formalen Dinge nach vollständiger Erschließung abgewickelt werden.

  • Neubau Kindergarten Wolfswiesen
    Zunächst wird angemerkt, dass die Entscheidung des Preisgerichts vom 12.12.2019 aus zeitlichen Gründen (Redaktionsschluss) noch keine Berücksichtigung bei dieser Formulierung gefunden hat. Vorgesehen ist, dass nach Abschluss des nicht offenen Planungswettbewerbs die konkrete Planung beauftragt wird. D.h. die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung muss vom noch zu beauftragenden Architekturbüro erarbeitet werden. Eine Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde und dem Landratsamt ist vorzunehmen. Der Zuschussantrag ist zu stellen.

  • Verschieden lokale Hochwasserschutzmaßnahmen und Hochwasserrückhaltebecken im Althengstetter Tal
    Zu den lokalen Maßnahmen: Der Naturschutzteil mit Eingriffs-Ausgleichsbilanz und Ausgleichsmaßnahmen soll bis Februar 2020 vom beauftragten Planungsbüro erarbeitet werden. Für März oder April 2020 ist dann die Behandlung der Gesamtentwurfsplanung in öffentlicher Gemeinderatssitzung vorgesehen.

    Der Gemeinderat muss aus Sicht der Gemeinde die Modalitäten für den Grunderwerb festlegen. Danach können Grunderwerbsgespräche geführt werden. Wenn der Grunderwerb „gesichert“ ist, kann der Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung und der Zuschussantrag gestellt werden.

    Zum Hochwasserrückhaltebecken im Althengstetter Tal: Hochwasserrückhaltebecken und Regenwasserkanal bilden rechtlich gesehen eine Einheit. Die Verwaltung ist der Auffassung, dass die bauliche Umsetzung mit dem Hochwasserrückhaltebecken beginnt und erst danach der Regenwasserkanal gebaut wird. Voraussichtlich ist für den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens ein formal aufwendiges Planfeststellungsverfahren erforderlich.

    Insgesamt kann aufgrund der umfangreichen Aufgaben (Entwurfsplanung abschließen, Genehmigungsplanung bzw. Planfeststellungsverfahren, Zuschussanträge, Grunderwerb) noch kein konkreter Baubeginn genannt werden. Sicher ist, dass das Jahr 2020 noch komplett für die erwähnten Tätigkeiten Planung, Grunderwerb und Zuschuss benötigt wird.

  • Altortentwicklung
    Für den Bereich Brunnenstraße hat das Landratsamt erklärt, dass zuerst die Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt werden müssen und danach erst die Neubebauung erfolgen kann.

  • Flächennutzungsplan
    Für Wohngebiete benötigen wir derzeit keine dringende Fortschreibung des Flächennutzungsplans. Anders sieht es für gewerbliche Flächen aus.

  • Geplantes Gewerbegebiet Streitberg
    Im Januar ist ein Gespräch der Verwaltung mit Erschließungsplaner und Flächennutzungsplaner terminiert.

  • Pumpwerk Brühl
    Die Verwaltung hat die Planung des Ingenieurbüros begleitet, in der Gemeinderatssitzung vom 10.12.2019 ist die Vergabe beschlossen worden. Die technische und bauliche Umsetzung ist nach der Vergabeentscheidung angestrebt.

  • Projekt Bereich Gartenstraße/Calwer Straße u.a.
    Es wird erwartet, dass uns das Thema auch noch 2020 beschäftigen wird.

  • Eigenwasserversorgung
    Wir sind gespannt, wie das Ingenieurbüro unsere Eigenwasserversorgung analysiert und welche Aussagen zu den Themen evtl. zentrale Enthärtungsanlage und evtl. teilweiser Fremdwasseranschluss ausführen wird. Das Thema wird weiterbewegt, wenn uns die Strukturanalyse vorliegt.

  • Flüchtlinge
    Vom Landratsamt wurde angekündigt, dass wir im Rahmen der Anschlussunterbringung im Jahr 2020 weitere Flüchtlinge aufnehmen müssen.

  • Breitbanderschließung (schnelles Internet)
    Vorgesehen ist, dass die bauliche Umsetzung im Jahr 2020 erfolgt, d.h. unter anderem Anbindung der Baugebietes Furt an das Glasfasernetz und teilweise erste Versorgung im Gewerbegebiet mit Glasfaser.

  • Bebauungsplan Furt 1. Änderung
    Der Satzungsbeschluss ist geplant.

  • Ausbau K 4300
    Der Ausbau der Kreisstraße soll im Frühjahr 2020 abgeschlossen werden (Bauherr Landkreis Calw).

  • Jahresbau
    Straßeninstandsetzungen, Rohrbrüche in unserem Wasserleitungsnetz und vieles mehr wird wieder für Arbeit sorgen.

  • Interkommunales Gewerbegebiet Lindenrain, Gemarkung Stammheim
    Die nächsten Schritte, die der Verbandsversammlung des Zweckverbandes vorbehalten sind, werden für die eine oder andere Besprechung und Sitzung sorgen. Spannend wird es bei der Entscheidung über Bauplatzbewerbungen.

Auch für das neue Jahr ist es wichtig, dass wir weiterhin in unserer Gemeinde ein gutes Klima und ein gutes Miteinander und Füreinander bewahren, so wie das in den vergangenen Jahren auch immer der Fall war. Nicht nur in der Weihnachtszeit ist es wichtig, dass wir trotz aller Hektik und Stress füreinander Zeit haben. Zeit zum Reden, Zeit um einem Menschen ein gutes Werk zu tun. Glücklicherweise erleben wir in unserer Gemeinde immer wieder Situationen, in denen Hilfsbereitschaft und Einsatz für den Nächsten groß geschrieben werden.

Mit den folgenden Worten von Monika Minder grüße ich Sie herzlich: „Der Zauber der Hoffnung kennt unendlich viele Lichter, die sich nicht löschen lassen.“
 
Jens Häußler
Bürgermeister



Jens Häußler
Bürgermeister

 

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