Kinderfreundliche Kommune
Gechingen

Zum Weihnachtsfest 2018 und Jahreswechsel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück: Rekordverdächtiger Super-Sommer, einerseits wunderschön, andererseits löste er Nachdenken wegen Klimaveränderungen aus, ernüchternde Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, Rückzug von Angela Merkel aus der CDU-Parteispitze, fast aussichtlose politische Lage in London in Verbindung mit Brexit-Vertragspaket mit der EU, Proteste der „Gelbwesten“ in Frankreich, zunehmend gewalttätige Proteste, Kursänderung bei Staatspräsident Macron.

Kommen wir zurück zu unserer Gemeinde. Ich lasse das Jahr 2018 aus Sicht der Gemeinde Revue passieren und werfe auch gleich einen Blick nach vorne.

Rückblick auf das Jahr 2018



Geplantes allgemeines Wohngebiet Furt
Der Gemeinderat hat im April den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Furt gefasst. Im April des Vorjahres wurde der Aufstellungsbeschluss gefasst.
Im September war der offizielle Spatenstich, einige Tage später der echte Baubeginn. Die Baustelle ist gut vorangekommen, wir sind im Bauzeitenplan. Erfreulicher Weise waren die Wetterkonditionen bisher sehr günstig. Wenn kein besonders starker Winter kommt, kann davon ausgegangen werden, dass der Bauzeitenplan insgesamt eingehalten werden kann.
Die Talstraße ist bewusst noch offen.

Altortentwicklung
Von vier privaten Grundstückseigentümern hat die Gemeinde Grundstücke im Bereich Brunnenstraße durch notariell beurkundeten Kaufvertrag erworben. Ein Teil der Fläche dient den geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen.

Verschiedene lokale Hochwasserschutzmaßnahmen und Hochwasserrückhaltebecken im Althengstetter Tal
Nach dem Grunderwerb in der Brunnenstraße kann die Entwurfsplanung verlässlicher weiterbewegt werden. Die Entwurfsplanung ist beim Ingenieurbüro in Bearbeitung.

Das Landratsamt Calw hat mit Bestätigung des Regierungspräsidiums Karlsruhe einen Regenwasserkanal ab dem geplanten Hochwasserrückhaltebecken (HRB) im Althengstetter Tal bis zur Metzgergasse gefordert. Die Gemeinde hat diese Forderung zunächst abgelehnt. Schlussendlich konnte die Gemeinde den geforderten Regenwasserkanal nicht verhindern. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 06.11.2018 die Trasse über Gemeindehallenparkplatz und Fleckenparkplatz bis Metzgergasse festgelegt.

Die Hochwasserschutzmaßnahmen (HRB und lokale Maßnahmen) wirken sich auch auf das Überschwemmungsgebiet kraft Gesetzes aus. Seit ca. 4 Jahren sind alle Grundstücke kraft Gesetzes Überschwemmungsgebiet, wenn sie statistisch gesehen alle 100 Jahre überschwemmt werden (HQ 100-Gebiete). Die Lage im HQ 100-Gebiet ist mit Einschränkungen bei der Bebauung verbunden. Nach Durchführung von Hochwasserschutzmaßnahmen reduzieren sich die HQ 100-Gebiete.

Konzept Kindertagesbetreuung – Neubau von Kindergärten
Der Gemeinderat hat auf Vorschlag der Verwaltung festgelegt, dass eine Bedarfsplanung erarbeitet wird. Nach der Vergabeentscheidung im Juli hat die Kommunalentwicklung die Bedarfsplanung und Handlungsansätze für ein Maßnahmenprogramm erarbeitet. Nach Abstimmung mit den Kindergartenleiterinnen und der Verwaltung wurden notwendige Ergänzungen eingearbeitet und in einem weiteren Termin einem Arbeitskreis bestehend aus je einer Vertreterin pro Gemeinderatsfraktion, den Kindergartenleiterinnen und der Verwaltung vorgestellt.

Geplantes Gewerbegebiet Streitberg
Dem Gemeinderat wurden vom beauftragten Ingenieurbüro im April zwei Planungsvariaten für die Realisierung des Gewerbegebiets vorgestellt. Die Erschließungskosten sind aufgrund der Regenwasserbehandlung relativ hoch. Aufgrund der daraus resultierenden Bauplatzpreise wäre eine Vermarktung der Grundstücke nahezu unmöglich. Der Gemeinderat hat festgelegt, dass im Zuge der anstehenden Beratungen zum Flächennutzungsplan geprüft werden soll, ob eine wirtschaftliche Realisierung des Gewerbegebiets Streitberg durch Gebietsarrondierungen möglich ist. Dazu müsste der Flächennutzungsplan fortgeschrieben und das Landschaftsschutzgebiet geändert werden. Angemerkt wird, dass das beauftragte Planungsbüro, auf der Grundlage von Vorschlägen der Gemeinderatsfraktionen und der Verwaltung für unsere Gemeinde insgesamt sogenannte Steckbriefe erarbeitet hat

Flächennutzungsplan
Die beim Thema geplantes Gewerbegebiet Streitberg genannten Steckbriefe wurden mit Vertretern des Landratsamtes diskutiert.

Radwegverbindung nach Deufringen
Der offizielle Spatenstich fand unter winterlichen Bedingungen statt. Im Frühjahr konnte die Baumaßnahme durch die Firma Morof relativ zügig durchgeführt werden. Der Radweg wird von vielen Radfahrern und Spaziergängern sehr gut angenommen. Der Radweg dienst Berufspendlern und Radfahrern, die in ihrer Freizeit unterwegs sind. Der neue Radweg wurde im September im Beisein der beiden Landräte Helmut Riegger und Roland Bernhard, der beiden Bürgermeister Fauth und Häußler und Vertretern beider Gemeinderäte und von mehreren radfahrenden Gruppen feierlich eröffnet. Die Gemeinde als Bauherr wurde erfreulicherweise in erheblichem Umfang durch Zuschüsse von Land und Landkreis Calw unterstützt.

Projekt Bereich Gartenstraße/Calwer Straße u.a.
Im November erfolgte die Schlussbetrachtung im Gemeinderat. Die vom Ingenieurbüro geprüfte Schlussrechnung sorgt noch für Diskussionen zwischen Baufirma und Gemeinde.

Eigenwasserversorgung
Der Inhalt der Filter im Wasserwerk wurde ausgetauscht. Die Filteranlagen insgesamt wurden saniert. Es handelte sich um eine umfangreiche und zeitintensive Maßnahme. Ein sensibles Arbeiten im Hinblick auf den Umgang mit Trinkwasser war gefordert. Provisorische Filter waren einige Monate im Einsatz. Seit einigen Tagen fließt das Wasser wieder durch unsere Filter mit dem neuen Filtermaterial. Es wird davon ausgegangen, dass eine ähnliche Maßnahme in den nächsten 20 Jahren nicht mehr erforderlich wird.

Flüchtlinge
Die Lage hat sich zahlenmäßig weiter entspannt. Es kommen weniger Flüchtlinge in den Landkreis Calw. Allerdings drängt das Land den Landkreis, dass die Flüchtlinge aus den Gemeinschaftsunterkünften ausziehen sollen und dass die Anschlussunterbringung in den Gemeinden stattfindet. Bisher musste Gechingen aufgrund der beiden Gemeinschaftsunterkünfte keine Flüchtlinge im Rahmen der Anschlussunterbringung aufnehmen. Dies wird sich ändern. Vorgesehen ist, dass in der früheren Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises in der Calwer Str. 31 nach Durchführung der erforderlichen Baumaßnahmen wieder Flüchtlinge einziehen.

Breitbanderschließung (Schnelles Internet)
Dem Gemeinderat wurde im März die Marktanalyse und im November die Strukturplanung und Handlungsempfehlungen vorgeschlagen.

Straßenbeleuchtung
Drei Mal hat sich der Gemeinderat mit der weiteren Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED beschäftigt. Die neue Technik wurde installiert. Erfreulicherweise erhält die Gemeinde einen erheblichen Zuschuss.

Abwasserentsorgung
Im Februar wurde dem Gemeinderat der neue allgemeine Kanalisationsplan (AKP) und die Schmutzfrachtberechnung (SFB) vorgestellt. Beides ist für die bauliche Weiterentwicklung unserer Gemeinde wichtig. Daraus ergeben sich kostenintensive Maßnahmen, die nach und nach durchgeführt werden müssen. Zuerst sind Maßnahmen erforderlich in Bezug zum geplanten Baugebiet Furt.

Erweiterung der Erddeponie
Die Erweiterung wurde geplant, die Erschließungsarbeiten im Juli vergeben und anschließend durchgeführt. Die Arbeiten sind überwiegend fertiggestellt. Dankenswerterweise war der Kauf von Grundstücken für die Erweiterung möglich.

Jahresbau
Im Rahmen des bewährten Jahresbaus wurden 2018 ca. 230.000 € für das Beseitigen von Wasserrohrbrüchen, Kanalunterhaltungen und Straßenunterhaltungsmaßnahmen ausgegeben. Im Mai wurden die Jahresbauarbeiten nach Ausschreibung erneut vergeben.

Verkehrsschau
Im Mai fand eine Verkehrsschau statt. Die Ergebnisse wurden im Juli vom Gemeinderat diskutiert.

Vereinsförderung
Ebenfalls im Juli wurde die Förderung der örtlichen Vereine und Gruppen erneut vom Gemeinderat beschlossen.

Interkommunales Gewerbegebiet Lindenrain, Gemarkung Stammheim
Erstmalig beteiligt sich die Gemeinde Gechingen an einem interkommunalen Gewerbegebiet. Unser Gemeinderat hat, genauso wie in Calw und Bad Teinach-Zavelstein die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Damit konnte der Zweckverband gegründet werden. Die erste Sitzung der Zweckverbandsversammlung fand am 07.12.2018 statt.

Errichtung einer E-Ladestation
Der Gemeinderat hat sich zweimal mit dem Thema beschäftigt und die erforderlichen Investitionen was den Gemeindeanteil betrifft beschlossen. Die Ladestation wurde im Dezember installiert und kann demnächst ihren Betrieb aufnehmen.

Offene Jugendarbeit
Die Gemeinde kooperiert nach wie vor gut mit dem Kreisjugendring. Die Gechingerin Ilona Schmid ist im Auftrag des Kreisjugendrings tätig.

K4300 Gechingen – Sieben Tannen
Bauherr ist der Landkreis. Das Einvernehmen mit allen betroffenen Grundstückseigentümern konnte durch den Landkreis dieses Jahr erreicht werden. Vom Landkreis wurde ein Zuschussantrag beim Land gestellt. Es handelt sich um ein zweistufiges Verfahren. Zunächst wurde der Landkreis im ersten Teil in das Programm aufgenommen, der zweite Schritt, die eigentliche Bewilligung des Zuschusses, steht noch aus. Vorgesehen ist, dass die Maßnahme nach Eingang des Zuschussbescheids ausgeschrieben wird und die Bauarbeiten im Frühjahr 2019 beginnen.

Zum 21. Mal wurden erfolgreiche Sportler, Musiker u.a. geehrt
Bezogen auf das Jahr 2017 konnten im April insgesamt 22 Persönlichkeiten eingeladen werden. Auch dieses Mal ergab sich eine bunte Mischung verschiedener Disziplinen, die sich wie folgt zusammensetzte: eine Musikerin, zwölf Schützen, davon 3 Bodenschützen, eine Skirennläuferin und ein Eishockeyspieler. Zum 4. Mal konnten besonders verdiente ehrenamtlich Tätige, insgesamt 7 Personen, geehrt werden.

Mensa des Schulverbands Althengstett
Die Mensa im Bereich Gerhard-Schanz-Sportzentrum wurde baulich fertiggestellt und die Schüler können dort ab Januar 2018 ihr Mittagessen einnehmen.

Bei der Sitzung des Nachbarschaftsschulverbands am 12.12.2018 wurde berichtet, dass die Mensa gut angenommen wird. Täglich werden 200 bis 230 Essen ausgegeben. Die Investitionen für den Neubau der Mensa betrugen im Jahr 2017 rund 1.092.000 €. Für den Bau wurde ein Zuschuss in Höhe von 600.000 € gewährt, sodass die Verbandsgemeinden insgesamt eine Kapitalumlage in Höhe von ca. 492.000 € erbringen mussten. Alle Schlussrechnungen liegen noch nicht vor. Deshalb können auch noch nicht exakt die Kosten für die Mensa bzw. der Anteil von Gechingen benannt werden. Meines Erachtens war es eine gute Investition und die vier Verbandsgemeinden können sich freuen, dass diese Investition getätigt wurde.

Bürgermeisterwahl am 14.10.2018
Die Bürgerinnen und Bürger haben mir bei der Wahl erneut das Vertrauen geschenkt. Hierfür nochmals herzlichen Dank.

Finanzsituation
Voraussichtlich kann 2018 die geplante Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt mit rd. 600.000 € verdoppelt werden. Dies ergibt sich ganz stark aus einer erheblich höheren Gewerbesteuer, etwas über 400.000 € gegenüber dem Ansatz. Für die Zukunft kann dies, aufgrund eines Einmaleffekts nicht dauerhaft in der Höhe erwartet werden. Die höhere Zuführungsrate können wir für die anstehenden Investitionen wie z.B. Kindergartenneubau und Hochwasserschutzmaßnahmen gut gebrauchen. Die Zuführungsrate vom Vorjahr war mit 1,75 Mio. € deutlich besser als der Planansatz mit 563.000 €. Für 2019 sind lediglich 94.400 € angesetzt. Wenn der von der Kreisverwaltung geforderte große Sprung bei der Kreisumlage von 26 % auf 31,8 % vom Kreistag noch etwas reduziert wird, kann unsere Zuführungsrate noch etwas erhöht werden.
Die aufgestellte Finanzplanung, die ohne Kreditaufnahmen auskommt, muss relativiert werden. Einige Aufgaben sind inhaltlich bekannt, für sie gibt es aber noch keine Kostenschätzung. Deshalb sind noch keine Zahlen in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen worden.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
dieser Jahresrückblick ist natürlich auch für mich wieder Anlass, herzlich Danke zu sagen, all denen, die unsere kommunale Arbeit tatkräftig unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt allen Mitgliedern des Gemeinderats und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeinde, ganz gleich ob sie im Rathaus, in einem der drei Kindergärten, im technischen Bereich mit Bauhof, Kläranlage, im Hallenbad, als Hausmeister in den verschiedenen Gebäuden, als Reinigungskräfte oder in einer der gemeindlichen Einrichtungen tätig sind. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich ehrenamtlich in Vereinen und Gruppen engagieren und damit zu einer guten Gemeinschaft mit einem beispielhaften Klima in unserer Gemeinde beitragen. Ein besonderer Dank gilt den Feuerwehrangehörigen, die zur Hilfe bereit sind, wenn diese benötigt wird. Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlich Tätigen, die sich im Bürgernetzwerk Gechingen e.V. zum Wohle anderer Einwohner engagieren. Auch den ehrenamtlich Tätigen des Freundeskreises Asyl gilt ein ganz besonderer Dank.
Einige wenige Einwohnerinnen und Einwohner engagieren sich bei der Pflege von Grünflächen und Pflanzkübeln. Herzlichen Dank dafür. Entsprechendes gilt für die tatkräftige Unterstützung in der Winterzeit durch einige Anlieger von bestimmten Straßen- oder Wegabschnitten. Mein Dank geht auch an alle Bediensteten des Krankenpflegevereins. Das Kollegium unserer Schlehengäuschule, die Helferinnen des Treffpunkts und der Initiativgruppe Miteinander 66+ verdienen Dank und Anerkennung.
Alle, die in den letzten 12 Monaten auf vielfältige Weise zum guten Zusammenarbeiten und Zusammenleben in unserer Gemeinde beigetragen haben, bitte ich auch für das neue Jahr um ihre Mithilfe und Unterstützung.

Ausblick auf das Jahr 2019

Geplantes allgemeines Wohngebiet Furt
Der Gemeinde wurde mitgeteilt, dass die Modalitäten für die Bauplatzvergabe erst dann festgelegt werden sollen, wenn die Umlegung rechtsverbindlich ist. Vorgesehen ist, dass sich der Gemeinderat Anfang 2019 mit den Modalitäten der Bauplatzvergabe beschäftigt. Nach Festlegung der Modalitäten werden alle die sich gemeldet haben und auf der Interessentenliste stehen direkt angeschrieben. Zusätzlich wird über das Mitteilungsblatt/Homepage ausgeschrieben, sodass sich auch noch Interessenten, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, bewerben können.

Altortentwicklung
Der Bereich in der Brunnenstraße, der nicht für Hochwasserschutzmaßnahmen benötigt wird, ist einerseits ein „Filetgrundstück“, aber andererseits nicht einfach zu bebauen. Vorgesehen ist, dass der Gemeinderat das weitere Vorgehen Anfang des Jahres festlegt. Dabei soll der Gemeinderat auch zum Ausdruck bringen was er sich von der Fläche erwartet.

Verschiedene Lokale Hochwasserschutzmaßnahmen und Hochwasserrückhaltebecken im Althengstetter Tal
Vom Ingenieurbüro Wald und Corbe wurde im November folgender zeitlicher Ablauf dargestellt: Hochwasserrückhaltebecken Althengstetter Tal Entwurfsplanung bis Quartal II 2019, Planfeststellungsverfahren beantragen und parallel dazu die Grunderwerbsgespräche führen. Für die lokalen Hochwasserschutzmaßnahmen soll die Entwurfsplanung bis erstes Quartal 2019 fertiggestellt sein. Ab dem zweiten Quartal soll in das Planfeststellungsverfahren und den Grunderwerb eingestiegen werden. Die Entwurfsplanung für den Regenwasserkanal soll bis zum zweiten Quartal 2019 fertiggestellt sein. Die bauliche Ausführung soll ab dem zweiten Quartal 2021 bezüglich lokale Hochwasserschutzmaßnahmen beginnen. Baubeginn für das Hochwasserrückhaltebecken ist für das vierte Quartal 2021 angestrebt. Der Bau des Regenwasserkanals ab HRB soll ab dem zweiten Quartal 2022 starten.

Diese Angaben ergeben sich aus der aktuellen Einschätzung des Ingenieurbüros. Sie stellen eine Optimalversion dar. Garantien für diese Zeitplanung können derzeit keine gegeben werden.

Bedarfsplanung Kindergarten
Konzept Kindertagesbetreuung – Neubau von Kindergärten
Vorgesehen ist, dass sich der Gemeinderat im Februar mit der Bedarfsplanung und im März mit dem Flächenlayout beschäftigt. Voraussichtlich muss im weiteren Verfahren EU-Weit ausgeschrieben werden. Dies kostet zusätzlich Zeit.

Geplantes Gewerbegebiet Streitberg
Je nachdem was sich aus dem Thema Flächennutzungsplan ergibt könnte es doch noch gelingen auf unserer Gemarkung eine moderate Gewerbegebietserweiterung vorzunehmen. Eine schnelle Lösung zeichnet sich jedoch aufgrund der notwendigen Verfahren Fortschreibung Flächennutzungsplan und Änderung Landschaftsschutzgebiet nicht ab. Beide Verfahren sind zeitaufwendig. Beim Thema Flächennutzungsplan ist Gechingen nicht allein tätig, sondern alle vier Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbands müssen gemeinsam vorgehen.

Flächennutzungsplan
Der Gemeinderat wird sich zu Beginn des Jahres zunächst nicht öffentlich mit den sogenannten Steckprüfen beschäftigen. Dabei müssen einige Gebiete gestrichen werden, da nicht alle Vorschläge in einen Flächennutzungsplan aufgenommen werden können.

Projekt Bereich Gartenstraße/Calwer Straße u.a.
Es wird erwartet, dass uns das Thema auch noch 2019 beschäftigen wird.

Eigenwasserversorgung
Bezüglich des Pumpwerks Brühl sind Planungen über die Schaltanlage, die Messtechnik, die hydraulische Ausrüstung und neue Pumpen vorzunehmen und dann technisch umzusetzen.

Nur wenige Gemeinden haben eine Eigenwasserversorgung. Dies ist grundsätzlich zu begrüßen. Einerseits ist unser Wasser qualitativ sehr gut. Andererseits ist es relativ hart und hat einen hohen Kalkanteil.

Verschiedene Lösungsansätze stehen im Raum:

•    Zentrale Enthärtungsanlage
•    Fremdwasseranschluss (z.B. in Althengstett beim Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung)
•    Tiefere Bohrung verbunden mit der Hoffnung, dass weicheres Wasser und als Trinkwasser geeignetes Wasser gefunden wird.
•    Evtl. Nutzung der Enthärtungsanlage in Aidlingen und dann Zurückpumpen des enthärteten Wassers nach Gechingen
Es wäre nicht seriös zum jetzigen Zeitpunkt eine Maßnahme in Aussicht zu stellen. Ohne fundierte Analyse und Planung ist keine Entscheidung möglich. Für diese Analyse und Planung setze ich mich ein.

Flüchtlinge
Die notwendigen baulichen Maßnahmen in der Calwer Str. 31 sind vorzubereiten und zu organisieren. Nach Durchführung der baulichen Maßnahmen werden in das gemeindeeigene Gebäude Flüchtlinge einziehen.

Breitbanderschließung (schnelles Internet)
Durch die relativ guten Werte ist es derzeit noch nicht vorstellbar, dass wir die erforderlichen Zuschüsse für eine flächendeckende Versorgung schnell erhalten. Eine Versorgung des Gewerbegebiets ist zuschusstechnisch machbar. Über das weitere Vorgehen wird sich ein Arbeitskreis bestehend aus Vertretern der Gemeinderatsfraktionen, dem Landratsamt, dem Berater Herrn Kübler und der Gemeindeverwaltung Anfang des Jahres treffen.

Abwasserentsorgung
Im Zusammenhang mit dem Baugebiet Furt ergab sich die Notwendigkeit einer Aufdimensionierung des Regenwasserkanals in der Dachteler Straße. Die Maßnahme ist zu planen. Wenn die Maßnahme zuschussfähig ist, muss ein entsprechender Antrag bis Ende September 2019 gestellt werden. Die bauliche Umsetzung würde dann 2020 erfolgen.

Wenn das Landratsamt in Verbindung mit der Prüfung des allgemeinen Kanalisationsplans die Notwendigkeit eines Kanals zwischen Mönchweg und Dachteler Straße bestätigt müsste eine Planung erstellt und ein Zuschussantrag ausgearbeitet werden. Die bauliche Umsetzung könnte im Optimalfall im Jahr 2020 im Falle einer Bewilligung starten. Das Ganze muss auch mit der Hochwasserschutzplanung abgestimmt werden.

Nach der Befahrung der Kanäle mit Schwerpunkt 2017 muss durch das Ingenieurbüro Raith und Geiger der Gemeinde im Jahr 2019 die Bewertung des Kanalsystems vorgestellt werden.

Erweiterung der Erddeponie
Die Erweiterung ist abzuschließen und die Art der zukünftigen Deponieüberwachung festzulegen.

Jahresbau
Straßeninstandsetzungen, Rohrbrüche in unserem Wasserleitungsnetz und vieles mehr wird wieder für Arbeit sorgen.

Interkommunales Gewerbegebiet Lindenrain, Gemarkung Stammheim
Die nächsten Schritte, die der Verbandsversammlung des Zweckverbands vorbehalten sind, werden für die eine oder andere Besprechung und Sitzung sorgen. Spannend wird es bei der Entscheidung über Bauplatzbewerbungen.

Pump Track – Der Fahrradspielplatz
Mit der Maßnahme wurde im Herbst 2018 begonnen. Die Maßnahme soll 2019 abgeschlossen werden. Dabei sind auch Eigenleistungen der Mountainbikeabteilung, insbesondere auch von den jugendlichen Nutzern, gefragt.

K4300 Gechingen – Sieben Tannen
Wenn alles planmäßig verläuft, wird im Frühjahr 2019 mit dem Ausbau der Kreisstraße begonnen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Straße einige Monate komplett gesperrt wird.

Auch für das kommende Jahr ist es wichtig, dass wir weiterhin in unserer Gemeinde ein gutes Klima und ein gutes Miteinander und Füreinander bewahren, so wie das in den vergangenen Jahren auch immer der Fall war. Nicht nur in der Weihnachtszeit ist es wichtig, dass wir trotz aller Hektik und Stress füreinander Zeit haben. Zeit zum Reden, Zeit um einem Menschen ein gutes Werk zu tun. Glücklicherweise erleben wir in unserer Gemeinde immer wieder Situationen, in denen Hilfsbereitschaft und Einsatz für den Nächsten groß geschrieben werden.

Mit den nachfolgenden Worten von Dietrich Bonhoeffer grüße ich Sie herzlich: „Adventfeiern heißt warten können. Warten ist eine Kunst, die unsere ungeduldige Zeit vergessen hat. Auf die größten, tiefsten, zartesten Dinge in der Welt müssen wir warten, da geht’s nicht im Sturm, sondern nach den göttlichen Gesetzen des Keimens und Wachsens und Werdens.“

Jens Häußler
Bürgermeister

 

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