Kinderfreundliche Kommune
Gechingen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zahlreiche Menschen stehen in der Adventszeit unter einem besonderen und zusätzlichen Druck, der sich zum Teil auch noch auf Weihnachten selbst auswirkt. Im Grunde genommen ist dies im Widerspruch zum „Sinn“ der Advents- und Weihnachtszeit. Nutzen Sie die Weihnachtszeit auch als „Insel der Ruhe“. Mehr Gelassenheit sollte gelebt werden. Im Neuen Jahr liegen wieder 365 neue, noch unbeschriebene Tage, vor uns, von denen wir nicht wissen, was sie uns bringen werden. Wie selten einmal im Verlauf eines Jahres wird so viel spekuliert und „in die Zukunft geblickt“ wie in diesen Tagen um den Jahreswechsel. Und trotzdem weiß keiner so genau, ob die Prognosen und Vorhersagen eintreffen werden. Einfacher ist es da schon Rückschau zu halten.

Rückblick auf das Jahr 2017

Bei mehreren Projekten wie z.B. geplantes Wohngebiet Furt, Radweg nach Deufringen, Hochwasserschutzmaßnahmen u.a. lag der Schwerpunkt im Jahr 2017 bei Planung, Vorbereitung, Grunderwerb und ähnlichem. Die bauliche Umsetzung erfolgt je nach Projekt 2018 oder später.


Geplantes allgemeines Wohngebiet Furt

Der Gemeinderat hat im April den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Furt gefasst. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange schloss sich an. Aufgrund der vorgebrachten Anregungen musste vom Ingenieurbüro zusätzlich eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Die Abwägung im Gemeinderat über die eingegangenen Anregungen fand dann im Oktober statt. Der Gemeinderat hat am 12.12. in seiner letzten Sitzung des Jahres den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt und den Beschluss über die öffentliche Auslegung und Beteiligung der Behörden gefasst. In der gleichen Sitzung hat der Gemeinderat auch die Entwurfsplanung zur Erschließung des Baugebietes Furt gebilligt.

Für die beteiligten Eigentümer gibt es zwei Varianten:
der erste Fall ist der, dass private Eigentümer ihre Grundstück vorab, außerhalb der Umlegung, an die Gemeinde verkaufen. Die ersten Kaufverträge wurden bereits notariell beurkundet. Der zweite Fall ist der, dass sich private Eigentümer mit ihren Grundstücken im Umlegungsgebiet an der Umlegung beteiligen. Sie werfen ihre Fläche ein und haben nach Abzug des Umlegungsvorteils Anspruch auf Bauplatzfläche.

Altortentwicklung

Mit den privaten Grundstückseigentümern im Bereich Brunnenstraße wurde Einvernehmen erzielt. Der Grunderwerb wurde noch nicht notariell umgesetzt, da zuvor noch ein Zuschuss nach dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum beantragt wurde.

Verschiedene lokale Hochwasserschutzmaßnahmen und Hochwasserrückhaltebecken im Althengstetter Tal

Gemeinderat und Verwaltung haben die Forderungen des Landratsamts wegen Bau eines neuen Regenwasserkanals ab geplantem Hochwasserrückhaltebecken nicht akzeptiert. Bei einem gemeinsamen Ortstermin im April mit Vertretern von Regierungspräsidium, Landratsamt, Ingenieurbüro, Gemeinderäten und Verwaltung bestätigte das Regierungspräsidium leider die Rechtsauffassung des Landratsamts. Demnach darf das leicht verschmutzte Regenwasser aus dem Hochwasserrückhaltebecken nicht wie geplant in den vorhandenen und ausreichend dimensionierten Mischwasserkanal eingeleitet werden. Ein neuer Regenwasserkanal muss gebaut werden. Als Trassen zwischen Hochwasserrückhaltebecken und Calwer Straße kommen Dorfäckerstraße oder der tiefste Punkt über Gemeindehallenparkplatz, Außenbereich Kindergarten Zauberwald bis zur Calwer Straße in Frage. Solange die Trasse nicht feststeht, kann auch der vom Gemeinderat beschlossene Fußweg entlang des Gartens Kindergarten Zauberwald nicht gebaut werden. Überlegungen der Gemeinde bzgl. Alternativen zur Weiterführung über Fleckenparkplatz bis Metzgergasse führten zu einer Ergänzung der Machbarkeitsstudie. Aufgrund neuer Erkenntnisse in Verbindung mit dem allgemeinen Kanalisationsplan wurde von der Verwaltung nochmals eine Ergänzung in Auftrag gegeben, mit dem Ziel bezüglich Regenwasserkanal eine möglichst schonende Variante insbesondere für die Geschäfte im Altort und deren Kunden zu finden.
Die Forderung des Landratsamts bzgl. Regenwasserkanal hat mehr als 1 Jahr Zeit in Anspruch genommen.

Herzstück der lokalen Hochwasserschutzmaßnahmen ist der Bereich Feuersee und bachaufwärts bis zur Brücke. Statt des Bypasses rechts der Irm durch Privatgrundstücke wurde intensiv über eine „offene“ Lösung links der Irm nachgedacht und diskutiert. Erfreulicherweise konnte der Grunderwerb positiv geklärt werden. Die notarielle Beurkundung steht noch aus (vergleiche Zuschussantrag unter Altortentwicklung).

Die Hochwasserschutzmaßnahmen insgesamt wirken sich auch auf das Überschwemmungsgebiet kraft Gesetzes aus. Seit ca. 3 Jahren sind alle Grundstücke kraft Gesetzes Überschwemmungsgebiet, wenn sie statistisch gesehen, alle 100 Jahre überschwemmt werden (HQ 100-Gebiete). Die Lage im HQ 100-Gebiet ist mit Einschränkungen bei der Bebauung verbunden. Nach Durchführung von Hochwasserschutzmaßnahmen reduzieren sich die HQ 100-Gebiete.

Geplantes Gewerbegebiet Streitberg

Kosten für die Regenwasserbehandlung treiben die Erschließungskosten pro Quadratmeter in eine Höhe, die die Machbarkeit in Frage stellen. Problematisch ist, dass sich diese Kosten auf eine relativ kleine Fläche verteilen. Bei einer größeren Fläche wären die Erschließungskosten pro Quadratmeter niedriger. Allerdings müsste dabei der Flächennutzungsplan geändert und das Landschaftsschutzgebiet verkleinert werden.
Sobald noch das Detail in Bezug auf Ausbau der Kreisstraße Gechingen-Sieben Tannen geklärt ist, kann das Thema im Gemeinderat behandelt werden.

Radwegverbindung nach Deufringen

Anfang des Jahres wurde der Zuschuss durch das Regierungspräsidium bewilligt. Leider gestaltete sich dann der Grunderwerb bei auswärtigen Eigentümern relativ schwierig und zeitintensiv. Mitte des Jahres konnten bezüglich aller Grundstücke die erforderlichen Kaufverträge notariell beurkundet werden. Die Ausführungsplanung durch das Ingenieurbüro wurde erarbeitet und derzeit läuft die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten. Die erforderlichen Rodungen, insbesondere im Bereich des früheren Privatwaldes, konnten angesichts der Baustelle mit Vollsperrung in Deufringen unter erleichterten Bedingungen in diesem Herbst durchgeführt werden.

Projekt Bereich Gartenstraße/Calwer Straße u.a.

Im Herbst 2016 hat die Baufirma noch Hoffnung gemacht, dass die Umleitung noch vor Weihnachten aufgehoben werden kann. Leider hat sich kurz vor Weihnachten 2016 ergeben, dass dies doch nicht mehr möglich ist. Umfang und Dauer der Maßnahmen, die 2017 noch durchgeführt wurden, erzeugten im nach hinein Unverständnis über den von der Baufirma für möglich gehaltenen Baufortschritt bis hin zur Aufhebung der Umleitung.
Sehr lange hat es gedauert, bis die Baufirma die Schlussrechnung vorgelegt hat. Diese wird derzeit vom Ingenieurbüro geprüft.

Straßenunterhaltungsmaßnahmen

Umfangreiche Straßenunterhaltungsmaßnahmen im Anschluss zum Bereich Gartenstraße – Calwer Straße wurden z.B. in der Weingartenstraße, Im Gäßle, Kreuzstraße, Mühlweg und in der Irmstraße durchgeführt.

Flüchtlinge

Die Lage hat sich zahlenmäßig weiter entspannt. Es kommen weniger Flüchtlinge in den Landkreis Calw. Deshalb hat der Landkreis entschieden unter anderem die Gemeinschaftsunterkunft in der Gartenstraße zu schließen. Einige Flüchtlinge haben in Gechingen eine Wohnung gefunden oder haben nach wie vor Kontakt nach Gechingen, obwohl sie bereits in einer anderen Gemeinde untergebracht sind.
Großes Lob an die engagierten Mitglieder des Freundeskreises Asyl bei der Bewältigung der verschiedenen Aufgaben, wie z.B. Unterstützung bei Behördenkontakten, Arztbesuch, Einkauf, Sprachförderung und vieles andere mehr.

Eigenwasserversorgung

Die Quellleitung zum Pumpwerk Brühl wurde weiter geführt.
Die Sanierung der Filteranlagen ist leider nicht wie geplant vorangekommen. Vorarbeiten wurden durchgeführt und die eigentliche Sanierung der Filteranlagen steht jetzt unmittelbar bevor.

Jahresbau

Im Rahmen des bewährten Jahresbaus wurden 2017 knapp 200.000 € für das Beseitigen von Wasserrohrbrüchen, Kanalunterhaltungen und Straßenunterhaltungsmaßnahmen ausgegeben. In diesem Rahmen wurden auch die notwendigsten Reparaturen in der Kirchstraße durchgeführt. Wegen dem unter Hochwasserschutzmaßnahmen beschriebenen Regenwasserkanal, der unter Umständen die Kirchstraße in einem kurzen Abschnitt betreffen könnte, wurde die Planung bzgl. umfangreicherer Maßnahmen in der Kirchstraße gestoppt.

Bedarfsplanung Kindergarten

Die im Frühjahr durchgeführte Bedarfsplanung und Auswertung hat ergeben, dass erstmals nach vielen Jahren zusätzliche Gruppen gebaut werden müssen. Als Übergangslösung ist ab Februar 2018 eine befristete Unterbringung einer weiteren Kindergartengruppe im Foyer der Sporthalle erforderlich.
Die Planungen, zunächst in Form von interner Vorarbeit, für Neubaumaßnahmen im Bereich des Kindergartens Wolfswiesen laufen an. In diesem Zusammenhang sollen auch die Rahmenbedingungen für die U3 Einrichtung (Kinder unter 3 Jahren) verbessert werden.

Feuerwehr

Das neue Feuerwehrfahrzeug LF 10 wurde im Oktober bei einer gelungenen Veranstaltung offiziell übergeben. Angesichts der stolzen Summe von rd. 300.000 € ist es mir wichtig, die beteiligten Feuerwehrangehörigen nicht nur dafür zu loben, dass sie sich hervorragend engagierten und ganz stark reingehängt haben, sondern auch darauf hinzuweisen, dass sich die Feuerwehr auf das Notwendige beschränkt hat. Nochmals herzlichen Dank an das Fahrzeugteam von ca. 10 Feuerwehrangehörigen für das erstklassige und umfangreiche Engagement.

Abwasserentsorgung

Gemeinden werden durch die Eigenkontrolle verpflichtet, ihr Kanalnetz alle 10 Jahre zu analysieren und dazu mit einer Kamera befahren zu lassen, die Daten auswerten zu lassen und Schadensklassen auszuweisen. Die Auswertung durch das Ingenieurbüro liegt der Gemeindeverwaltung noch nicht vor. Eindruck: Keine Maßnahmen im erheblichen Umfang erforderlich.
Kostenintensive Maßnahmen ergeben sich eher in Verbindung mit dem allgemeinen Kanalisationsplan (AKP). Nach vielen Jahren steht der AKP kurz vor dem Abschluss. Dies ist auch in Bezug zum geplanten Baugebiet Furt dringend erforderlich. Das Ingenieurbüro ist intensiv damit beschäftigt die noch erforderlichen Restarbeiten abzuschließen.

Erweiterung der Erddeponie

Die Vorentwurfsplanung für die Erweiterung der Erddeponie läuft. Die Erweiterung soll im Rahmen der bereits vorliegenden Genehmigung erfolgen. Grunderwerbsgespräche werden geführt.

Schaffen von Retentionsraum

An anderer Stelle verloren gegangener Retentionsraum musste auf Verlangen des Landratsamts im Bereich der Irm auf Höhe des Gewerbegebiets Gültlinger Straße geschaffen werden.

Offene Jugendarbeit

Die Gemeinde kooperiert nach wie vor gut mit dem Kreisjugendring. Die Gechingerin Ilona Schmid ist im Auftrag des Kreisjugendrings tätig.

K4300 Gechingen – Sieben Tannen

Auf Antrag des Landkreises Calw hat das Land einen Zuschuss für den Ausbau der K4300 zugesagt. Im Oktober gab der Verwaltungsausschuss des Kreistages grünes Licht für die Umsetzung. Der Landkreis bereitet die Baumaßnahme vor. Ganz wichtig dabei ist der Grunderwerb. Nur noch ganz wenige Einverständniserklärungen der beteiligten Eigentümer fehlen.

Zum 20. Mal wurden erfolgreiche Sportler, Musiker u.a. geehrt

Bezogen auf das Jahr 2016 konnten insgesamt 33 Personen und 4 Fußballmannschaften, vertreten durch eine Abordnung, eingeladen werden.
Auch dieses Mal gab es eine bunte Mischung verschiedener Disziplinen (Musiker, Sensenmähen, Triathlet, Kartslalomfahrer, Skirennläuferin, Volleyballspieler, Schützen, 4 Fußballteams). Zum 3. Mal konnten besonders verdiente ehrenamtlich Tätige, insgesamt 8 Personen, eingeladen werden.

Veränderungen im Gemeinderat

Nach knapp 20jährigem Engagement ist Thomas Blenke aus dem Gemeinderat ausgeschieden. Bettina Schöttmer ist für ihn in den Gemeinderat nachgerückt. Nachfolger von Thomas Blenke als 1. Bürgermeisterstellvertreter wurde Simon Klass.

Mensa des Schulverbands Althengstett

Die Mensa im Bereich Gerhard-Schanz-Sportzentrum wurde baulich fertiggestellt und die Schüler können dort ab Januar 2018 ihr Mittagessen einnehmen. Die Baukosten von ca. 2 Mio. € werden von den vier Gemeinden Althengstett, Gechingen, Ostelsheim u. Simmozheim getragen.

Finanzsituation

Die Jahresrechnung für das Jahr 2016, die in der Novembersitzung behandelt wurde, zeigte ein erfreuliches Ergebnis. Die Zuführung des Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt war mit 741.000 € deutlich besser als der geplante Ansatz mit 150.000 €. Im Jahr 2016 konnten der Rücklage 742.000 € zugeführt werden. Stand der allgemeinen Rücklage auf 31.12.2016 betrug 2,99 Mio. €.
Die geplanten 3 Mio. € Kreditaufnahme laut Haushalt 2017 mussten nicht in Anspruch genommen werden. Gechingen ist also nach wie vor schuldenfrei. Laut dem Haushaltsentwurf für das Jahr 2018, der am 12.12. im Gemeinderat vorgestellt wurde, ist auch für das Jahr 2018 keine Kreditaufnahme vorgesehen. 2019 benötigen wir voraussichtlich ein Darlehen.

Die aktuellen Zahlen, bezogen auf die Kennwerte Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt, Zuführung an die Rücklage, sind relativ erfreulich. Grund zur Euphorie besteht jedoch nicht. Projekte wie Hochwasserschutzmaßnahmen, noch ergänzt vom Landratsamt durch den geforderten Regenwasserkanal ab Hochwasserrückhaltebecken erfordern Ausgaben von über 5 Mio. €. Der geplante Kindergartenneubau im Bereich Wolfswiesen wird im Vorfeld einer Architektenplanung mit rd. 2,5 Mio. € geschätzt. Weitere Investitionen für Neubau im Bereich Kindergarten Weingarten kommen in den Folgejahren noch dazu. Ausgaben im Abwasserbereich in Verbindung mit dem allgemeinen Kanalisationsplan werden voraussichtlich in erheblichem Umfang zu Buche schlagen. Unter Umständen sind sogar weitere Investitionen in die Kläranlage erforderlich. Die Addition der genannten Maßnahmen in den nächsten Jahren ergibt über 10 Mio. €. Meines Erachtens können bestimmte Projekte wie Hochwasserschutzmaßnahmen nur dann umgesetzt werden, wenn das Land uns mit Zuschüssen unterstützt.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

dieser Jahresrückblick ist natürlich auch für mich wieder Anlass, herzlich Danke zu sagen, all denen, die unsere kommunale Arbeit tatkräftig unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt allen Mitgliedern des Gemeinderats und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeinde, ganz gleich ob sie im Rathaus, in einem der drei Kindergärten, im technischen Bereich mit Bauhof, Kläranlage, im Hallenbad, als Hausmeister in den verschiedenen Gebäuden, als Reinigungskräfte oder in einer der gemeindlichen Einrichtungen tätig sind. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich ehrenamtlich in Vereinen und Gruppen engagieren und damit zu einer guten Gemeinschaft mit einem beispielhaften Klima in unserer Gemeinde beitragen. Ein besonderer Dank gilt den Feuerwehrangehörigen, die zur Hilfe bereit sind, wenn diese benötigt wird. Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlich Tätigen, die sich im Bürgernetzwerk Gechingen e.V. zum Wohle anderer Einwohner engagieren. Auch den ehrenamtlich Tätigen des Freundeskreises Asyl gilt ein ganz besonderer Dank.

Einige wenige Einwohnerinnen und Einwohner engagieren sich bei der Pflege von Grünflächen und Pflanzkübeln. Herzlichen Dank dafür. Entsprechendes gilt für die tatkräftige Unterstützung in der Winterzeit durch einige Anlieger von bestimmten Straßen – oder Wegabschnitten. Mein Dank geht auch an alle Bediensteten des Krankenpflegevereins. Das Kollegium unserer Schlehengäuschule, die Helferinnen des Treffpunkts und der Initiativgruppe Miteinander 66+ verdienen Dank und Anerkennung.

Alle, die in den letzten 12 Monaten auf vielfältige Weise zum guten Zusammenarbeiten und Zusammenleben in unserer Gemeinde beigetragen haben, bitte ich auch für das neue Jahr um ihre Mithilfe und Unterstützung.

Ausblick auf das Jahr 2018

Geplantes allgemeines Wohngebiet Furt

Die öffentliche Auslegung, die im Mitteilungsblatt noch gesondert angekündigt wird, läuft von Anfang Januar bis Anfang Februar 2018. Unter der Voraussetzung, dass mit allen Eigentümern rechtzeitig Umlegungs- und Kostenerstattungsvereinbarungen zustande kommen bzw. alle Kaufverträge rechtzeitig notariell beurkundet werden und unter der Voraussetzung, dass bei der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfs bzw. der Anhörung der Behörden keine außergewöhnlichen „Hürden“ auf die Gemeinde zukommen, ist vorgesehen den Satzungsbeschluss durch den Gemeinderat am 13.03.2018 zu fassen.

Danach könnten von der Erschließungsträgerin Frau Berner die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben werden. Baubeginn könnte dann im Mai/Juni sein. Die Erschließungsarbeiten könnten im Herbst 2019 abgeschlossen werden.

Altortentwicklung

Hoffentlich wird der Zuschuss nach dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum bewilligt. Die Entscheidung wird im März, spätestens April getroffen werden. Dann könnte sich der Grunderwerb anschließen.

Verschiedene Lokale Hochwasserschutzmaßnahmen und Hochwasserrückhaltebecken im Althengstetter Tal

Vor der baulichen Umsetzung ist unter anderem noch folgendes zu erledigen:
Entwurfsplanung fertigstellen und billigen durch den Gemeinderat, (zur Entwurfsplanung gehören auch Fachplanungen wie Bereich Naturschutz Eingriffsausgleichsbilanz), umfangreicher Grunderwerb, insbesondere entlang der Irm und entlang des Gewässers im Bereich früherer Gärtnerei Kienzle/Stammheimer Weg, aber auch im Bereich des geplanten Hochwasserrückhaltebeckens,
Planfeststellungsverfahren oder wasserrechtliche Genehmigung beantragen beim Landratsamt,
Zuschussantrag.

Wenn alles positiv abgeschlossen ist wäre nach derzeitiger Einschätzung bei optimalem Verlauf frühestens ab 2019, evtl. auch erst ab 2020 die bauliche Umsetzung möglich.
Abhängig vom Verlauf muss noch festgelegt werden, ob zuerst mit den lokalen Maßnahmen oder mit dem Hochwasserrückhaltebecken begonnen wird. Beides zeitgleich beginnen ist kaum machbar.
Nach den Vorstellungen der Verwaltung darf der vom Landratsamt geforderte Regenwasserkanal erst nach dem Hochwasserrückhaltebecken gebaut werden. Rein wasserwirtschaftlich müsste nach den Ausführungen des Landratsamts zuerst der Regenwasserkanal und dann das Hochwasserrückhaltebecken gebaut werden. Meines Erachtens ist es jedoch nicht vermittelbar, wenn zuerst ein Regenwasserkanal gebaut wird, der vom Hochwasserschutz her nicht den Effekt bringt wie das Hochwasserrückhaltebecken. Becken und Regenwasserkanal müssen im zeitlichen Zusammenhang entstehen.

Geplantes Gewerbegebiet Streitberg

Angestrebt wird in einer der ersten Sitzungen des Gemeinderats im neuen Jahr die Machbarkeitsstudie vorzustellen. Je nach Ergebnis müsste dann mit dem Landratsamt das Thema Regenwasserbehandlung und Löschwasserversorgung diskutiert werden um deutlich die Kosten senken zu können. Die Frage nach der Machbarkeit überhaupt und in zeitlicher Hinsicht sollte im kommenden Jahr zu einer Entscheidung gebracht werden. Grundvoraussetzung für eine Realisierung ist auch das Okay des Landratsamts bezüglich Kapazität Kläranlage.

Radwegverbindung nach Deufringen

Die Vergabeentscheidung durch den Gemeinderat ist für den 27.02. vorgesehen. Der Baubeginn ist nach dem Winter eingeplant. Dies wäre dann auch das richtige Zeitfenster vom Artenschutz her. Fertigstellung wenn möglich vor den Sommerferien, spätestens im September.

Projekt Bereich Gartenstraße/Calwer Straße u.a.

Nach Prüfung der Schlussrechnung sind die Zuschüsse noch im Einzelnen abzurechnen.

Eigenwasserversorgung

Die Filteranlagen werden saniert. Dabei wird eine mobile Filteranlage eingesetzt.

Jahresbau

Straßeninstandsetzungen, Rohrbrüche in unserem Wasserleitungsnetz und vieles mehr wird wieder für Arbeit sorgen.

Bedarfsplanung Kindergarten

Die Planung für den Kindergartenneubau Wolfswiesen muss beauftragt werden. Im Vorfeld und während der Bearbeitung durch ein Architekturbüro wird die Verwaltung gefordert sein.

Abwasserentsorgung

Der allgemeine Kanalisationsplan (AKP) ist vom Ingenieurbüro fertigzustellen, mit der Verwaltung und dem Landratsamt abzustimmen und zur Billigung im Gemeinderat zu behandeln. Voraussichtlich müssen ausgehend vom AKP verschiedene Maßnahmen in der Zukunft geplant und durchgeführt werden.
Die Auswertung nach der Kamerabefahrung unseres Kanalsystems ist im Gemeinderat zu behandeln.

Erweiterung der Erddeponie

Die Planung ist zum Abschluss zu bringen und die erforderlichen Maßnahmen für die Erddeponieerweiterung sind in Angriff zu nehmen.

K4300 Gechingen – Sieben Tannen

Nach den Vorstellungen von Herrn Landrat Riegger wird mit dem Ausbau der Kreisstraße 2018 begonnen. Zuvor muss u.a. noch der Grunderwerb positiv abgeschlossen werden.

Verkehrsschau

Im Frühjahr ist eine Verkehrsschau mit Vertretern des Landratsamts und der Polizei vorgesehen. Die Fraktionen des Gemeinderats haben der Verwaltung ihre Themen mitgeteilt.

Auch für das kommende Jahr ist es wichtig, dass wir weiterhin in unserer Gemeinde ein gutes Klima und ein gutes Miteinander und Füreinander bewahren, so wie das in den vergangenen Jahren auch immer der Fall war. Nicht nur in der Weihnachtszeit ist es wichtig, dass wir trotz aller Hektik und Stress füreinander Zeit haben. Zeit zum Reden, Zeit um einem Menschen ein gutes Werk zu tun. Glücklicherweise erleben wir in unserer Gemeinde immer wieder Situationen, in denen Hilfsbereitschaft und Einsatz für den Nächsten groß geschrieben werden.

Mit der folgenden Deutschen Weisheit grüße ich Sie herzlich: „Je mehr Freude wir anderen Menschen machen, desto mehr Freude kehrt ins eigene Herz zurück.“

Jens Häußler
Bürgermeister